x
Familienrecht

Nachname des Kindes als letzte Verbindung zum Vater

Wir vertraten einen Vater, dessen ehemalige Lebensgefährtin gerichtlich durchsetzen wollte, den Nachnamen des gemeinsamen Kindes zu ändern. Statt des Familiennamens des leiblichen Vaters, sollte es den Namen ihres neuen Mannes annehmen. Das Oberlandesgericht gab uns Recht, dass der Familienname oft die letzte Verbindung des Vaters zu seinem Kind ist und insofern aufrecht erhalten bleiben muss, wenn das Kindeswohl dadurch nicht erheblich geschädigt wird.

Anmerkung: das Kind und sein Umfeld hatten sich bereits an die Verschiedenheit der Nachnamen gewöhnt, so dass für das Kind dadurch keine besondere Belastung entstand. Der Vater stimmte später der Namensänderung zu, nachdem er merkte dass dies der ehrlicher Wunsch des Kindes war.

(Oberlandesgericht Nürnberg, 11 UF 1055/06)